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na da schau her.
eine alterntive zu facebook soll es werden, das neue online netzwerk diaspora. gegen ende des sommers soll’s auch schon fertig sein.

um einmal kurz auf das wort einzugehen: wer es nicht weiß, „diaspora“ steht für „[1] Gebiet, in dem eine konfessionelle oder nationale Minderheit beheimatet ist [2] konfessionelle oder nationale Minderheit“ (sagt wiktionary).

ein zufluchtsort also für alle, die sich von facebook verarscht fühlen.

funktionieren soll diaspora als netzwerk ohne zentralen datenserver; das heißt: persönliche daten werden nirgends abgespeichert, worauf man nicht selbst zugriff hat. jedem user soll es freistehen, über seine daten selbst zu entscheiden.

knotenpunkte in diesem netzwerk sind die user selbst, nicht etwa eine zentrale stelle, über die beispielsweise nachrichten verschickt werden. das neue netzwerk verfolgt ein peer-to-peer konzept: „In real life, we talk to each other. We don’t need to hand our messages to a hub to have them handed to our friends. Our virtual life should work the same way.“, erklärt raphael sofaer, einer der vier informatikstudenten, die den eigentlich auf der hand liegenden einfall hatten.
doch mit der idee der dezentralisierung sind die vier klugen köpfe nicht allein: schon viel früher arbeitet das bekannte web-telefonie-anbieter skype ebenfalls mit einem netzwerk ohne zentralisierung. auch wikipedia ist auf eine gewisse art und weise dezentralisiert.

doch mit diaspora soll nicht nur ein eigenes, neues social network geboren werden: man will, wie in einem blogpost beschrieben, sogenannte „seeds“ alle privaten informationen verteilen lassen: „A seed is owned by you, hosted by you, or on a rented server. Once it has been set up, the seed will aggregate all of your information: your facebook profile, tweets, anything.“ diese persönlichen server speichern und verteilen also alle informationen, die man freigeben möchte. um daten besser selbst kontrollieren zu können; ein kontroll- und distributionstool, sozusagen.

außerdem möchte man größtmögliche transparenz walten lassen: diaspora ist als open source projekt gedacht, somit hat jeder einblick in funktionsweisen und auch ist jeder dazu imstande, das projekt weiter zu entwickeln.

scheint ja eine gute sache zu werden. ich hoffe nur, dass sich die vier sympathischen studenten da nicht übernommen haben; jetzt, da das projekt eine so breite öffentlichkeit erreicht, ist enormer druck da, unter dem sich natürlich viel schwieriger arbeiten lässt. lasst uns das schlimmste erwarten und das beste erhoffen. looking forward to the end of summer.

bittersuessse gruessse

PS: by the way, auch die pr dieses projektes ist ganz interessant und recht gut aufgzogen. ich glaub, das schreit nach einem blogpost. man liest sich also.

PPS: und ja, einer der freigeister, die diaspora schaffen wollen, nennt sich tatsächlich salzberg; maxwell salzberg. grandios. deswegen der titel. i like!


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