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oder über die schwierigkeit, einen blog zu schreiben. oder auch das zimmer aufzuräumen, die wäsche zu sortieren, das badezimmer zu putzen, die aufsätze zu texten, das essen zu machen, den hund gassi zu führen, einkaufen zu gehen, …

procrastination. pro – cras – ti – na – tion. prcrstntn.

das ist der grund dafür, dass das nicht immer alles so tut, wie es soll. oder zumindest einer der gründe.

„Manche Menschen sind wesensbedingt erhöht motivationsabhängig, sie schaffen es nur unter großer Überwindung, Tätigkeiten, die als langweilig empfunden werden (und deren Gewinn erst sekundär oder zukünftig entsteht), in Angriff zu nehmen. Dabei sind sich die Betroffenen der ihnen durch das Verschieben entstehenden persönlichen Nachteile durchaus bewusst, was Unlust oder sogar Angst auslöst, die aber als Negativgefühle ihrerseits das In-Aktion-Treten erschweren oder gar unmöglich machen. Ein Teufelskreis kann entstehen, indem man immer wieder den Vorsatz fasst, die unangenehmen Aufgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erledigen – diesen jedoch wieder und wieder verstreichen lässt. Dadurch können Angst, Scham und Druckgefühl ansteigen, die ihrerseits wiederum das In-Aktion-Treten untergraben.“ sagt wikipedia.

ich wüsste kein gutes deutsches wort dafür. „aufschieben“ klingt einfach zu harmlos. aber wie auch immer, genau unter dieser seltsamen krankheit leide ich anscheinend. procrastination bedeutet, dass man sich etwas zu essen machen geht, wenn man arbeiten schreiben muss und dann auch noch mal schnell duschen muss. unbedingt. nicht weil man sich nicht konzentrieren kann, sondern weil man sich nicht auf DAS konzentrieren kann, was man tun MÜSSTE.
dieses „aufschieben“ kennt ein jeder. [bis auf johanna vielleicht – die ist wahnsinnig gewissenhaft!] vor allem in jugendlich-intellektuellen kreisen begegnet man der prokrastination des öfteren, weshalb sie ein weiser mann einst „studentensyndrom“ nannte…ehrwürdiger eliyahu m. goldratt, danke für diese erkenntnis.

nicht in allen fällen ist es allerdings harmlos und einfach das „morgen räum ich den keller auf“, das dann nicht passiert, sondern eine massive störung: es gibt menschen, die aufgrund dieser „aufschieberitis“ bis 35 studieren, die keinen führerschein haben, die ihre arbeit nicht auf die reihe bringen. hier ein fantastischer artikel über die krankheit prokrastination.

»Einem chronischen Aufschieber zu sagen: ›Tu’s einfach!‹, ist so, wie einem Depressiven zu sagen, er solle doch einfach mal fröhlich sein«, sagt Joe Ferrari, Psychologe an der DePaul University in Chicago.

sagt diese reportage zum beispiel. und auch, dass oft studierende betroffen sind, die direkt von der schule in die uni/FH geworfen wurden. sollte ich mir jetzt hoffnungen machen? yay, ich bin krank, ich kann gar nicht anders! das liegt nicht an mir!

ich denke aber, dass ich einfach lernen muss, mich verdammt noch mal ein ganz klein wenig mehr anzustrengen. ein bisschen mehr konsequenz, ein bisschen früher aufstehen jeden tag, ein bisschen öfter nein sagen, wenns ums fortgehen geht und ich noch etwas zu tun hab. und wenn dieser einfache plan nicht funktioniert, kann ich mich ja immer noch an nen seelenklempner meines vertrauens wenden. [oder diese strategie befolgen]

morgen dann….

bittersuessse gruessse

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