zwei hände.

•2010/11/10 • Hinterlasse einen Kommentar

zwei hände liegen nebeneinander auf der autobank. weiche samtoberfläche, rötlich. gepolsterte sitzfläche. eine helle hand, faltenlos, hübsch anzusehen, zart und mädchenhaft. eine honigfarbene hand daneben, einen deut größer als die andere, einen deut männlicher, einen deut älter. die seitlichen fingerkuppen der kleinen finger beider hände – berühren einander. ganz leicht, ganz sanft, vielleicht nur einige quadratmilimeter haut, die aneinander stoßen. unabsichtlich. unabsichtlich? wie ein elektrischer schlag – ein kribbeln, ein rumoren im inneren. ein blick – nicht in die augen. ein blick auf die hände. was passiert da? steht in seinen augen. ein zerbrechlicher moment; nur eine falsche bewegung, ein falscher atemzug – tausend splitter und er ist verloren für immer, der moment. aber da ist kein falscher atemzug, da ist kein falsches zurückziehen. der honigfarbene finger bewegt sich nach oben. bruchteile eines zentimeters bloß. an der hellen hand. man fühlt es beim zusehen. er bewegt sich nach oben, er erobert die andere hand, er streicht mit luftleichten bewegungen darüber. die helle hand bleibt, wo sie ist. scheinbar ruhig, gelassen. sie bleibt liegen und wartet; wartet darauf, was geschieht. verharrt in spannung, in euphorie, in aufregung? verharrt. und lässt sich in besitz nehmen – die dunklere umfasst schließlich die helle, kleine.

ein händehalten.

ein ineinanderkreuzen.

ein verlieben.

 

ich hab mich auch verliebt – in “l’amant”. “der liebhaber” ist wirklich ein großartiger film mit großartigen darstellern und großartigen szenen. résumé? ansehen. mindestens zweimal.

abracadabrasimSALEMbim. hexhex!

•2010/09/29 • 3 Kommentare

gänsehaut. grusel. genialität. wer das erleben will, sollte sich unbedingt HEXENJAGD im Schauspielhaus Graz ansehen. ein grandioses stück, grandios interpretiert, mit grandiosen darstellern. bis dato war ich davon überzeugt, ein kinofilm könnte meist stimmung und handlung besser und vor allem glaubwürdiger inszenieren als theater, da es ja viel mehr versuche für eine szene gibt, da ein film von effekten unterstützt werden kann, da viel imposanteres möglich ist als auf der bühne. aber ich habe mich offensichtlich getäuscht: HEXENJAGD von Arthur Miller in der inszenierung von Anna Badora ist grenzgenial.

man betritt den zuschauerraum und ist sofort mitten im geschehen: ein steg reicht in die sitzreihen, auf der bühne hocken gestalten, es ist dunkel, düster dort vorne. und dann startet die phantastische reise auch schon…

Quelle: http://www.schauspielhaus-graz.com/upload/images/13820_600_400.jpg; Foto: Peter Manninger

ein stück, dass mit nackt tanzenden mädchen beginnt, kann auch nur gut werden, nicht? man nimmt sich kein blatt vor die scham und stellt dar, was genau so und nicht anders dargestellt werden sollte. als obszön und reißerisch darf dieser start in die geschichte jedoch nicht bezeichnet werden: viel eher wirkt die atmosphäre verrückt und verzweifelt.

die verzweiflung windet sich wie ein roter, klebriger faden durch das stück. man kann ihr nicht entkommen – weder als  eine der handelnden personen, noch als zuschauer. unterstützt wird diese bedrückende stimmung von der bühnengestaltung: auf engstem raum zusammengepfercht sitzen beinahe durchgehend alle darsteller auf der bühne. verhörstimmung breitet sich aus, man wird auch als zuschauer mitgenommen in den saal, in dem die verhandlungen stattfinden. niemand kann entkommen. weder der rach- und machtsüchtigen Abigail, noch dem selbstsüchtigem richter, der hoch über allen zu thronen scheint.

apropos Abigail – im Falter stand zu lesen, dass Pia Luise Händler eine fantastische Ms. Williams geben soll. ganz glaubt man dem journalistenvolke ja nie, also ging ich mit skepsis in die vorstellung – und schämte mich nachher beinahe, je in betracht gezogen zu haben, dass die mimin doch nicht so großartig sein könnte wie in der zeitschrift beschrieben. Pia Luise Händler ist genial in ihrer rolle – die kälte in ihrem blick durchdringt alles. der atem stockt einem fast, wenn sie auf den richter zugeht – niemand hält sie auf; neben ihr ist der richter, eigentlich imposant und selbstverherrlichend, nur ein kleiner wurm. Abigail kennenlernen? danke, die lust ist mir vergangen. der bittere geschmack von egoismus und intrige wird auch nach dem zähneputzen noch da sein.

am ende des stückes muss man sich fast überwinden zu klatschen. die beklemmung sitzt noch immer in allen gliedern, und der schock, zu wissen, dass das alles wirklich in ähnlicher weise passiert ist, ist noch nicht vollständig verdaut. dass das stück geschrieben wurde, um auf noch eine andere krise aufmerksam zu machen, an das will man gar nicht denken. von krisen hat man für den augenblick genug. applaus.

wer nicht wagt…

•2010/09/20 • Hinterlasse einen Kommentar

gestern hab ich gemeint, der stillstand sei vorbei. ich habe untertrieben: es geht mit voller kraft voraus.

das schicksal meint es momentan gut mit mir: heute dachte ich mir, so, jetzt hab ich beinah eine wohnung, also brauch ich auch einen job, mit dem ich das ganze während der fh finanzieren kann. ich war so voller elan, dass ich mir gleich in der früh dachte, ich frag mal nach bei den jausenstandln am jakominiplatz. bei zweien durfte ich meine telefonnummer hinterlegen – sah mal nicht all zu hoffnungsreich aus. aber dann: am nachmittag kam ein anruf, ja, man bräuchte tatsächlich jemanden für den frühdienst, man könnte sich ja einmal treffen und näheres zur arbeit und zu meiner person besprechen. yay! klingt das nach was oder klingt das nach was? in meinen ohren ist das musik; der süße gesang einer holden fortuna!

nicht genug für diesen tag: ich arbeite am donnerstag auf einer humantechnologischen tagung – ein live-newsletter soll erstellt werden, und einige meiner studienkollegInnen und ich haben uns gemeldet, um an diesem projekt teilzunehmen. ich schreibe also gestern eine mail an den herren, der mir auskunft geben kann über seine präsentation, die ich in meinem artikel behandeln darf. mit der bitte, er möge mir material zusenden, bzw. auch eine kurze erläuterung zu seinem vortrag. heute morgen kommt eine retourmail: ich solle ihm doch bitte meine handynummer schicken, er würde mich gerne anrufen, zurzeit ist er nämlich auf einigen meetings in london, aber um 16 uhr herum hätte er zeit, weil er da gerade am flughafen wartet. ich bemerke die mail erst nach 16 uhr – alles verloren? nein! als ich meine mail mit der nummer abschicke, bekomme ich zwei minuten später einen anruf! der herr dr. erweist sich als äußerst umgänglicher, ausgesprochen freundlicher herr, der auch einem laien wie mir hervorragend erklären kann, um was es ihm geht. nach dem gespräch verfasse ich die rohversion des textes, bin also beinah fertig mit dem artikel, freue mich morgen meine fh-kollegInnen beim meeting wiederzusehen und bin erleichtert, dass sich alles so gut ergeben hat.

wer nicht wagt, der nicht gewinnt. kitschig, aber wahr.

mein leben scheint endlich wieder in eine bahn geleitet worden zu sein. ich bin so glücklich momentan, ich kann es selbst kaum glauben. macht mich die freude auf einen neuen lebensabschnitt so elangeladen? ist es die wiedersehensfreude mit meinen fh-kollegInnen? ist es das gefühl, endlich ein ziel anzustreben? ist es die tatsache, dass vergessene träume wiedergefunden werden können? oder das gefühl, das man sich fallen lassen kann, wenn etwas passieren sollte, weil alle da sind: freund, familie, freunde? dass man nicht vergessen ist? ich weiß es nicht, aber eines weiß ich: momentan bin ich eine der glücklichsten personen, die ich kenne.

bittersuessse gruessse

bittersuesss reloaded. ein monolog

•2010/09/19 • 1 Kommentar

bittersuesss hat sich heute verliebt – in eine wohnung. in der sie hoffentlich im dezember ein zimmer bekommt. heruntergekommene altbauvilla am fuße des ruckerlbergs; verwachsener, geheimnisvoller garten, unendlich hohe räume, in jedem zimmer ein alter kachelofen. in gedanken hab ich mein zimmer schon eingerichtet, ohne es ein einziges mal gesehen zu haben. willhaben!

sowieso war diese woche eine gute: ich bin mir über verdammt vieles klar geworden, hab wieder ein lebensziel vor augen, und die nebelige gedanken-, sinn- und krisensuppe der letzten wochen und monate nimmt endlich wieder ansatzweise die form eines roten lebensfadens an. Je suis contente.

ich weiß zum beispiel, dass ich mich jetzt zusammenreißen muss in der fh und im studium. nicht weil ich es brauche, sondern weil ich es will. darüber war ich mir vor den sommerferien und bis vor kurzem nicht mehr ganz im klaren. ich weiß auch, dass nach diesem studium für mich nicht schluss ist – ich möchte noch etwas bestimmtes studieren, aber journalismus und, vor allem, pr wird mein bombensicherer plan b. träume sind was schönes – und nach dem vergangenen halben jahr weiß ich, dass man ohne träume nicht existieren kann, ohne visionen, ohne ideen von der zukunft. selbst wenn träume vielleicht nur träume bleiben :)

aber ich bin zufrieden und glücklich mit träumereien und der idee von einem neuen ziel. und das soll so sein – schließlich werd ich in einem monat 20, da sollte man doch nicht mit enttäuschung und verwirrtheit in eine neue lebensepisode starten.

es tut und tat sich was im leben. der stillstand, der tiefschlaf sind vorbei. guten morgen!

bittersuessse gruessse

der gute mensch vom IC 718 – eine odyssee in sechs akten

•2010/06/19 • 1 Kommentar


[1] – wie eine lehrerin

es gibt auch noch hilfsbereite menschen. nette menschen, freundliche menschen, herzensgute menschen. einer davon fuhr gestern mit mir im gleichen zug. dunkelbraunes haar, adrettes, dunkelblaues kostüm und ein gesicht, das einer lehrerin hätte gehören können – nicht, weil es sorgenzerfurcht und grimmig gewesen wäre, nein, die assoziation machten andere faktoren aus – eine gewisse strenge lag in den langsam kommenden fältchen, weisheit aus erfahrung in den hellen augen. und, nicht zu vergessen,  die hornbrille.

doch auf den ersten blick war mir das alles noch gar nicht aufgefallen. mein interesse galt hauptsächlich meinem noch nicht vorhandenen zugticket, als ich sie ansprach. “‘Tschuldigung, könnten Sie mir mit dem Handyticket helfen?”

und die odyssee begann.

[2] – die technik is a hund

die schaffnerin war tatsächlich etwas anders als andere: sie kannte sich mit handytickets aus. zwar kämpfte sie etwas mit ihrem säckel am jackett, als sie die streichholzschatelformatige anleitung herausholen wollte (“Da tut man alles hinein, damit man’s schnell bei der Hand hat, und dann geht’s Ihnen so…”), nahm dies aber mit humor. und schon während sie noch am inhalt der tasche herumzupfte, begann sie zu erklären, was ich zu  tun hätte. kompetent und gut, wie man es selten von schaffner/innen hört. frohen mutes alles notwendige in smartphone eingetippt und die sms abgesandt, ging ich auf den zugeinstieg zu, während sie mir noch nachrief: “Ich komm dann zu Ihnen, wenn’s nicht funktioniert, schau ich’s mir noch mal mit Ihnen an!” danke! echtes kundeninteresse und herzlichen service gibt’s wahrlich nicht immer bei den öbb.

genauso wenig wie funktionierende technik. von meiner seite hatte ich alles korrekt gehandhabt – trotzdem keine rück-sms mit bestätigung, dass ich nun stolze besitzerin ein zugtickets von graz nach puch bei hallein sei. sehr suspekt, gleich ein zweiter versuch, vielleicht war ja der ortsname schuld, den man (aufgrund doppelnamens) auch anders schreiben könnte. zweite sms, dritte sms. nichts zurück.

[3] – meine daten geb ich gerne her

inzwischen kommt frau schaffnerin einmal vorbei: ob denn alles funktioniere. nein, gar nix…na dann komme sie eben später wieder vorbei. geduldiger mensch.

ein abstecher auf die homepage der öbb verrät mir, dass mein geliebtes netz “drei” daran schuld sei. herrrrrrlich -.-
na was soll’s. anmeldung bei paybox, dann sollte es trotzdem funktionieren. ein hoch auf mein black magic, auf 3G und zumindest meistens funktionierendes internet. so, anmelden, daten herschenken, sms mit code erhalten, anruf erhalten und code eintippen, registrierung abschließen – juhu, ein weiterer datenschutzschreck hat meine daten. egal – ich hab dafür nun bald mein ticket.

[4] -  Halt! Noch net!

DENKSTE! Ha! der ticketservice hat noch einen trick auf lager! trotz registrierung bekomm ich keine rück-sms, nicht nach ein mal senden, nicht nach zwei mal senden. fein. inzwischen sind wir in leoben.

die schaffnerin, die ich ab nun gedanklich nur mehr “personifizierte geduld” nenne, meint, im selzthal könne ich versuchen, am automaten ein ticket zu kaufen, dort stünde der zug etwas länger. erst kauf ich mir aber noch mit den resten des geldes, das ich bei mir habe, ein ticket bis selzthal. dort angekommen, renn ich aus dem zug, ein kleines try-and-error ritual mit bankomatkarte am ticketautomaten, und ich renn wieder in den zug, der schon losgefahren wäre, wäre nicht meine lieblingsschaffnerin laut rufend und mit händen wachelnd dort gestanden: “Halt! Noch net!” mein gepäck und ich danken’s ihr…

[5] – mal drüber reden

“Und, hat’s geklappt?” nein, liebe Frau Geduld, zu wenig geld auf der karte…ich schäm mich schon fast vor ihr. “Gehen’s mal wieder zu Ihrem Platz und tun verschnaufen, ich komm dann später zu Ihnen und dann reden wir drüber!” – eine wie keine. wir reden drüber! nicht: “Und dann schreib ich mir Ihre Daten auf.” ein stein plumst aus etwa 1,25 m zu boden…

[6] – das will sie mir nicht zumuten

als sie schließlich in das abteil tritt, die fahrscheine einiger gäste kontrolliert und zu mir kommt, hab ich schon eine lösung: mein freund kauft das ausstehende ticket, und in hallein gibt’s die feierliche übergabe! die schaffnerin scheint erleichtert. sie hatte sich vorher schon verschwörungshaft nahe an mich angenähert um mir, wie mir scheint, zu verkünden, ich solle doch einfach ohne ticket bis zu meiner destination fahren (was ihr, wenn es das gewesen sein sollte, sichtlich nicht leicht gefallen wäre)…

doch dank der gefundenen lösung sieht die dame beruhigt und ungespielt glücklich aus. so ehrlich mitfühlend ist wirklich selten jemand, den man erst ein paar stunden kennt und der noch dazu eigentlich dazu da ist, einem geld abzuknöpfen. zum schluss verrät sie mir noch, dass die andere lösung ein erlagschein gewesen wäre, mit dem ich acht euro mehr gezahlt hätte: “Aber das wollt ich Ihnen dann auch nicht zumuten!”

es gibt wirklich noch gute menschen. in hallein schließlich verabschiede ich mich mit einer umarmung – manchmal überkommt’s einen halt einfach…

bittersuessse gruessse

plädoyer für den lärm

•2010/06/14 • 3 Kommentare

es ist ohrenbetäubend laut, knallig bunt, und DAS wahrzeichen der heurigen wm in afrika – ihr erratet es alle, die rede ist von den vuvuzelas in südafrikas stadien.

das instrument, an dem die meisten fans ihre freude haben, ist für viele andere ein fluch: fernsehsender beschweren sich, sogar spieler und trainer und auch viele der fans fühlen sich gestört. schade.

denn die vuvuzelas sind zwar bewiesenermaßen ohrenbetäubend laut, aber man darf doch das sprechrohr der fans, das megaphon für leidenschaft und emotion, nicht gleich aus den stadien verbannen. man überlege sich tatsächlich ein verbot der tröten, heißt es seitens des organisationskomitees.

ist aber ein verbot wirklich zielführend? gegen gehörschäden während der fussballspiele, ja, möglicherweise. doch wenn, dann wird man vuvuzelas nur innerhalb der stadien verbieten können. außerhalb wird das tröten bleiben, und die arme französische mannschaft wird wieder um 6 uhr früh aus ihren süß-feuchten träumen von goldenen pokalen gerissen werden.
außerdem wird es einen aufschrei seitens der fans geben, und möglicherweise steigt auch das gewaltpotential aus ärger über das verbot…

andere lösungen wären vielleicht sinnvoller:

1. man könnte beschränkungen einführen. die ersten 2000, 3000, 5000, 10 000 (oder welche zahl auch immer) vuvuzelas dürfen mit hinein ins stadion, der rest bleibt draußen. bzw, die ersten, die sich am vortag anmelden, dürfen mithinein, der rest bleibt zuhause. ist zwar aufwendiger, was die organisation betrifft, aber das wäre es wert. die fans würden sich vermutlich verständiger zeigen, denn keiner will, dass seine mannschaft negativ beeinflusst wird. und trotzdem darf das wahrzeichen der jubelnden meute bleiben.

2. weil bei vuvuzelas der grundsatz “kleiner = leiser” stimmt, könnte man eine bestimmte größe der vuvuzelas verbieten. sogenannte “minizelas” sind leiser, wenn auch nur an die 30 cm groß. ob sich jedoch die fans damit anfreunden, sei einmal dahingestellt; die minizela hat nämlich einen gewaltigen nachteil der “echten” vuvuzela gegenüber: man kann darauf keine melodien spielen.

3. man promoted die “kuduzela” besser. sie ist ein instrument, das der vuvuzela nachempfunden ist, jedoch nicht so laut und unangenehm im klang sein soll. möglicherweise bietet man diese ein klein wenig billiger als vuvuzelas an und ersetzt die schreiend laute tröte somit durch eine etwas weniger schreiende, etwas weniger laute tröte.

4. oder man ignoriert die beschwerden einzelner einfach und hört auf die, die seit jahrzehnten die vuvuzela in stadien benutzen. die südafrikanischen fans sind nicht nur dem fußball sehr zugeneigt, sondern auch der vuvuzela. ohne sie sind die fans gewissermaßen ihrer galleonsfigur beraubt. stadionskultur darf einfach nicht verboten werden!

wer die vuvuzela unterstützen möchte und gegen ein verbot ist, kann dieser facebookgruppe beitreten: Pro Vuvuzela !

================<()   *tröööööööööööööt!*

bittersuessse gruessse

Vuvuzela Day (by Dundas Football Club)

das kann der sommer

•2010/06/09 • Hinterlasse einen Kommentar

zum lauschen während dem lesen:

so kann sommer klingen.
er klingt nach spatzen von den dächern,
er klingt nach wind durch grüne blätter,
er klingt nach wacheln dünner fächer.

so kann der sommer riechen.
er riecht nach aprikos‘ner hautcreme,
er riecht nach bungee und nach tandem,
er riecht nach meer und nach delphinen.

so kann der sommer aussehn.
er sieht aus wie ein bär in panties,
er sieht aus wie im knie recht viel kies,
er sieht aus wie halbnackte girlies.

so kann der sommer bleiben.
er bleibt mit sonnenbrand und ausschlag,
er bleibt mit weitrem guten vorsatz,
er bleibt mit hohler, leerer brieftasch.

aber bevor er klingen, riechen, aussehn, bleiben kann,
soll er erst mal richtig kommen, der sommer.

 
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