splitter.

•2011/09/01 • Hinterlasse einen Kommentar

ob sich dieser kleine zettel, damals, als er frisch gedruckt, erst ein, zwei tage alt, am grazer kunsthaus klebte, auch nur auszudenken wagte, dass er je das lebensmotto eines damals kleinen mädchens würde? dass er jemals in die große weite welt, nach wien, nach berlin käme? ich glaube nicht. ich glaube auch, das mädchen wusste das damals noch nicht. aber was ist schon die “große, weite welt”? was ist sie schon, wenn das herz an anderer stelle sitzt und nicht vom platz kommt? wenn der kopf festhängt in kleinlichkeiten, niedergenagelt von stecknadeln, die sich wie kreuzesnägel in das fleisch der kleingeistgedanken bohren?

doch ich schweife ab. ich wollte euch die geschichte eines kleinen, neonpinken notizzettels erzählen, die vermutlich um den fünften, sechsten mai 2003 herum in graz begonnen hat. vielleicht in einem kleinen pr-büro, vielleicht in einer großdruckerei, ich weiß es nicht. ich will es gar nicht wissen. denn was davor war, ist egal. was jetzt ist, zählt. jetzt, in diesem augenblick, in dem meine finger sich vertippen, und ich in “augenblick” das “s” auf ein “a” ausbessere, in genau diesem augenblick hängt er an der magnetwand eines noch immer kleinen, aber etwas älteren mädchens. in berlin. in einer neuen welt. und zieht meine aufmerksamkeit auf sich, während ich esse. heiße thailändische suppe, gekocht von einem, der mit worten noch viel besser kocht. und die suppe ist schon verdammt gut.

doch ich schweife ab. ich wollte euch die geschichte eines kleinen, neonpinken notizzettels erzählen, der schon, in das graue notizbuch gebettet, die ganzen kleinen, aufgeplusterten winzig-metropolen des schönen, noch viel aufgeplusterteren österreich bereiste. und im herzen an noch vielen anderen orten war, die man nicht benennen kann, weil sie nicht aus mauern oder hölzern oder asphalt bestehen – sondern aus gedanken, aus luft, aus trieben, aus gefühl, vielleicht. aus menschen, die dich in deinem innersten berühren. orte, an die man zu fuß nicht gelangt. orte, die bei seelenberührung entstehen und genauso schnell, wie sie aus nichts als sich selbst wachsen, wieder in sich zusammenfallen, wenn die berührung endet.

doch ich schweife ab. ich wollte euch die geschichte eines kleinen, neonpinken notizzettels erzählen, der sich nicht verändert hat in all den jahren. der keine angst dabei empfindet, wenn sich nichts ändert. der keine panik empfindet bei stillstand. der um sich herum die welt betrachtet, in die das mädchen ihn bringt, aber der diese unruhe nicht kennt. der nicht das gefühl hat, einerseits zu flüchten und andererseits nur das zu tun, was notwendig ist, um zu wachsen. um den geist reifen zu lassen. die gedanken des kleinen notizzettels kreisen nicht um das größerwerden der seele, des verstandes oder der gefühle. der zettel ist bloß ein statement, er lebt einen satz. das mädchen bewundert ihn manchmal dafür, dass er nie seine meinung ändern muss, dass er nie seinen grund-satz überdenkt und trotzdem immer richtig liegt.

doch ich schweife ab. ich wollte euch die geschichte eines kleinen, neonpinken notizzettels erzählen, der nur so weit kommen konnte, weil er die sturheit, die das mädchen sich wünscht, sehnlichst, weil er diese sturheit formuliert und wie ein guter barkeeper mischt. mischt, mischt, mischt, was das zeug hält. sturheit, willen, mit dem mischt, um was sich das leben dreht: unerfüllte träume. die erreicht werden wollen. von denen einer niemand abbringen kann. auch wenn sie vielleicht unerfüllt bleiben, unerfüllbar sind. denn sobald ein zustand erreicht ist, ändern sich die umstände. nichts kann sich ändern, ohne alles andere mitzuändern. butterfly effect. ein bisschen zumindest. und bleiben tut immer nur die ewige unzufriedenheit, weil – it didn’t turn out the way i wanted it, did it? und dieser gedanke lähmt, fesselt mich, nagelt das mädchen nieder in seinen bewegungen. denn wenn ein faktor geändert wird, ändert sich das ganze umfeld mit ihm.


doch ich schweife ab. ich wollte euch die geschichte eines kleinen, neonpinken notizzettels erzählen, denn der spruch darauf ist gut, ich mag ihn sehr. doch all diese dinge, die mir durch den kopf gehen, kann ich sowieso nicht auf kleine zettel schreiben. manche dieser gedanken werden verwehen, manche trägt es vielleicht fort in andere köpfe und eines tages treffe ich jemanden, der mir meine gedanken aufsagt und ich werde die worte gern haben. den menschen dahinter vermutlich auch. doch was tut das zur sache. mein leben besteht aus nebensächlichkeiten. ich suche das pink, das kräftige, den leitfaden und entdecke ihn nicht. unstet einerseits, weil immer suchend, immer fliehend; festsitzend andererseits, weil immer ängstlich, immer veränderungsscheu.

und mit diesem chaos lasse ich euch allein. fliehe schnell, bevor ich zur verantwortung gezogen werde und blicke nicht zurück. ratet mir gut, doch ratet nicht ab.

wer hören will, muss fühlen.

•2011/06/16 • 1 Kommentar

- oder bei der twitter-#lesestunde mitmachen.

twitter ist ein einziger “gehirnstürm“. im sekundentakt werden “tweet”-tasten gedrückt, im sekundentakt reihen sich ideen an andere ideen. und dieser pool an gedanken macht es möglich, dass die grandiosesten pläne das licht der (t)welt erblicken – so auch @hoch21-s idee von einer #lesestunde, die das virtuelle getwittere auflockern soll und ein wenig menschliche realität zwischen online geschriebene buchstaben bringt.

die #lesestunde funktioniert folgendermaßen:

1. ich beschließe vorzulesen und wähle ein oder zwei bücher/texte/schriftstücke aus, die ich lesen möchte.
2. ich melde mich bei @hoch21 und gebe bekannt, was ich lesen möchte – bei mir gibt’s “gut gegen nordwind” oder verschiedene märchen zu hören.
3. @hoch21 setzt mich auf seine liste.
4. jemand, der mich lesen hören möchte, meldet sich bei mir per direct message oder reply auf twitter.
5. wir machen uns aus, ob wir einander per telefon oder skype hören; außerdem wann gelesen wird und was.
6. man setzt die #lesestunde in die tat um.

(wenn euch diese erklärung zu kryptisch war, findet ihr auch hier noch eine.)

mitmachen kann prinzipiell jeder, einen twitteraccount zu haben wäre natürlich von vorteil.

nun aber zum spannenden punkt 6, zum “in die tat umsetzen”: ein gut geglückter selbstversuch.
ich hab mich also am montag mit “gut gegen nordwind” von daniel glattauer und diversen grimm-märchen in @hoch21-s liste geschlichen, ein bisschen via twitter promotet, dass ich lese, und schließlich auch anfragen bekommen. trotz einiger startschwierigkeiten, vermutlich feiertagsbedingt, funktionierte das ganz großartig – dem @bauerlukas las ich am montag märchen vor. und weil es ja nur einen ungefähren ablauf gibt, las nicht nur ICH vor, sondern schlussendlich auch der eigentlich zuhörende: und zwar pr-artikel aus dem stadtmagazin grazetta. klingt komisch, ist aber so. und war tatsächlich grenzgenial. auch auch am dienstag habe ich wieder gelesen, und ebenfalls mittwoch. das spiel hat gewissen suchtfaktor.

kommunikation fließt eben – wohin sie will. das funktioniert natürlich akkustisch wesentlich einfacher als – wie auf twitter – auf 140 zeichen beschränkt. @hoch21-s idee trägt, wenn man so will, zur besseren vernetzung bei, wenn es auch bloß eine spaßige aktion ist. sie überträgt virtuelles in die offline-welt – aus virtualität und artifizialität wachsen reale echtzeitgespräche, man lernt menschen hinter twitter-accounts kennen, wenn man es nur zulässt. durchaus ein erlebnis wert. oder zwei. oder drei.

und ich lese heute wieder.

#twostern11 der grazer twitteria

•2011/03/30 • 1 Kommentar


eine erklärung. damit ich’s nicht immer in 140 zeichen versuchen muss. weil das mit der zeit doch etwas anstregend wird. vor allem, wenn ihr mir immer mehr geniale ideen für das #twostern11 liefert! lieber ein wenig mehr als 140 zeichen, einverstanden?

  • die idee.

die idee zu #twostern11 kam dem @kracherlsepp, als wir am ersten schönen sonnentag eis essen waren. ein twittertreffen wäre mal wieder fein, hieß es dort, so wie twichteln, und aus seinem munde geschossen kam: #twostern.

  • schön und gut, aber worum geht es bei #twostern11?

die grundidee soll sein, ein österliches #twichteln zu veranstalten. der höhepunkt der aktion ist wie beim #twichteln ein gemeinsames #twittagessen, bei dem kleine geschenke überreicht werden. vor diesem finaltreffen soll aber auch schon einiges passieren: wenn ihr twitterantInnen euch anmeldet, bekommt ihr nach einiger zeit den namen eines/r anderen twitterantInnen zugeschickt. die einteilung, wer wen bekommt, erfolgt nach zufallsprinzip. für diese person müsst ihr euch eine kleine osterüberraschung überlegen.

  • der ablauf.

1) ihr meldet euch auf twitter bei mir für das #twostern11 an.
2) ihr folgt mir und allen anderen, die auf der liste zum #twostern11 aufscheinen werden – ersteres, damit ich euch nachrichten zukommen lassen kann und zweiteres weil es sonst auffällig wäre, wenn ihr aus all den twitteranten nur eurem eigenen “twosterhäschen” folgt.
3) etwa ein(einhalb) wochen vor dem speziellen #twoster11-#twittagessen bekommt ihr den namen des zu beschenkenden, eures “twosterhäschens”, per dm zugeschickt.
4) ihr ihr stalked ihn / sie (virtuell und unaufdringlich) und besorgt oder macht etwas unglaublich superkalifragilistikexpialigetisches für ihn / sie.
5) wir treffen uns froh uns munter beim #twittagessen und tauschen geschenke aus, plaudern, zwitschern, und werden sicher auch das ein oder andere gläschen heben.

  • das geschenk.

es geht bei der osterüberraschung nicht um den finanziellen wert, sondern viel mehr darum, dass das geschenk von herzen kommt und auf den anderen zugeschnitten ist. fairness und ein wenig hausverstand sollte man aber auf alle fälle walten lassen; und sich früh genug damit beschäftigen, was man dem anderen schenken wird. ein last-minute-geschenk bringt oft unannehmlichkeiten mit sich.

falls es gewünscht wird, können wir auch einen mindest- bzw. höchstbetrag ausmachen, um “gerechtigkeit” sozusagen einigermaßen zu parametrisieren. ich persönlich halte das jedoch für unnötig, denn 1. sind wir keine kleinen, eifersüchtigen kinder mehr und 2. ist eine dose selbstgemachter lebkuchenherzen zwar vielleicht finanziell nicht so viel wert, aber dafür umso persönlicher! wer jedoch explizit dafür ist, den bitte ich, mir das bekannt zu geben! ich füge mich natürlich einer mehrheit.

  • die vorraussichtlichen daten.

mögliches datum: 15. april 2011 // der freitag vor palmsonntag und osterwoche
mögliche uhrzeit: 14.00 uhr // damit wir sonne & frühling genießen können
möglicher ort: stadtpark // im rahmen eines großen picknicks // oder ein lokal mit sonnenterasse oder gastgarten

bitte um rückmeldung zwecks allem!!! ohne euch ist es mir nicht möglich, zu planen!

  • brainstorming // gehirnstürm.

geocaching einbauen.
als eine art “ostereiersuche” – weil sehr viele aus der grazer twitteria auch begeisterte geocacher sind.

idee von @Evilpie
>>> könnte schwierig in der umsetzung werden. vermutlich sind wir mindestens 10 leute. einen cache heben dürfte zwar kein problem sein, aber falls man wirklich einen speziellen machen möchte, kann ich mich leider nicht zur verfügung stellen – erstens schlechte erfahrungen im geocache-basteln und zweitens einen tag vor dem twittagessen eine fh-prüfung, für die mannigfach zu lernen ist. vorschlag: interessierte treffen sich schon vorher zum gemeinsamen cachen.

bitte kommentieren und mich bei anmeldungen, fragen und anregungen unbedingt kontaktieren! danke!

EDIT: ACHTUNG!!! neue plattform: http://twichteln.info/twichteln-graz/ <<< hier wird es alles neue geben. das was hier ist, bleibt jedoch auch hier. wird nix gelöscht, keine sorge.

“Who the heck wants to go out into space?!”

•2011/03/10 • 1 Kommentar

Star Trek – Der Spiegel  für Visionen eines Jahrzehnts.

(Ein Auszug aus meiner Seminararbeit “Beam me up, Scotty! – Zukunftsvisionen der 1960er Jahre”)

“Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumsschiffs Enterprise, das mit seiner vierhundert Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.”

Diese Zeilen schrieben Filmgeschichte. Die Abenteuer von Captain Kirk und seinem ersten Offizier, dem vulkanischen Mr. Spock, sind weltweit zum Klassiker geworden. Wenigen ist jedoch bekannt, dass die Serie von Anfang an auch gesellschaftliche Strukturen aufbrach: In der Pilotepisode “The Cage” (“Der Käfig”) war nicht nur Mr. Spock erster Offizier des Raumschiffs Enterprise, sondern neben ihm auch eine Frau, was zur damaligen Zeit höchst ungewöhnlich und zukunftsweisend war. Dem Fernsehsender NBC, der die Produktion der Pilotfolge in Auftrag gegeben hatte, war dies allerdings zu provokativ und man verlangte eine Umgestaltung der Storyline. Aus der ersten Offizierin wurde in den weiteren Folgen Schwester Chapel, ein Mitglied der Krankenstationsbesatzung.

Bemerkenswert ist jedoch die Tatsache, dass innerhalb der Besatzung der Enterprise eine dunkelhäutige Frau eine wichtige Rolle einnahm: als Kommunikationsoffizierin Nyota Uhura spielte Nichelle Nichols die Rolle des einzigen weiblichen Mitglieds der Kernbesatzung der Enterprise und war regelmäßig auf der Brücke des Raumschiffs zu sehen. Als sie 1966 aus der Serie aussteigen wollte, bat Martin Luther King sie höchstpersönlich, ihre Rolle weiterhin zu spielen. Eine weitere wichtige Rolle kommt Nichols zu: In der Episode “Plato’s Stepchildren” (“Platos Stiefkinder”) küsst sie als erste dunkelhäutige Frau im amerikanischen Fernsehen einen hellhäutigen Mann, nämlich Captain Kirk. In den USA, speziell in den Südstaaten, sorgte dies für helle Aufregung: aus Protest wurde in vielen Staaten die Folge indiziert und in südlicheren Gegenden sogar die ganze Serie abgesetzt. Generell jedoch sind die multikulturellen Zukunftsvisionen der Serie für ihre Zeit außergewöhnlich: Neben der dunkelhäutigen Schönheit Uhura nimmt auch der Japaner Hikaru Sulu, gespielt von George Takei, seit der ersten ausgestrahlten Episode einen Offiziersposten ein.

Trotz aller Integrität der Kulturen gibt es jedoch auch versteckte Feindseligkeit: Die Charakterzüge der Klingonen sind in vielerlei Hinsicht vergleichbar mit den vorurteilbehafteten Vorstellungen, die Amerikaner von Einwohnern der Sowjetunion hatten. Bärtige, ungebildete Rohlinge mit hohem Aggressionspotential, deren technologische Fortschrittlichkeit kaum nachvollziehbar scheint – Klingonen sind unliebsame Zeitgenossen. Auch die Sprache der Klingonen weist gewisse Parallelen zur russischen auf. Sie ist geprägt von harten, kantigen Silben und “ch”-Lauten. Außerdem wird oft der Konflikt der “Föderation”, des interstellaren Planeten-Bündnisses, mit dem Klingonischen Imperium als Versinnbildlichung des Kalten Krieges gesehen. Um sich dennoch der Sowjetunion gegenüber keine Blöße zu geben, vervollständigte man in der zweiten Staffel der Serie die Internationalität der Crew: Pavel Chekov, ein russischer Sternenflottenoffizier, verstärkte die Besatzung der Enterprise als Navigator. Er ist übrigens das einzige Mitglied der Kernbesatzung, das regelmäßig schwer verletzt wird – offiziell hat das natürlich nichts mit seiner Herkunft zu tun.

Doch nicht nur der Weltfrieden war eine Vision der 60er Jahre, die sich in Star Trek widerspiegelt. Man träumte von neuen, künstlichen Materialien,  umweltschonenden, hocheffizienten Antriebsstoffen und Erfindungen, die die Welt verändern würden. Angefangen bei der Kleidung: Designer der 60er Jahre experimentierten mit neuen Materialien wie beispielsweise Stretch-Stoffen, Plastik und PVC. Dies ist natürlich auch an den Uniformen der Enterprise-Crew erkennbar, genauso wie an den Outfits humanoider, außerirdischer Lebensformen. Berühmt ist auch der “Warp-Antrieb”, ein Antrieb zum Reisen in Lichtgeschwindigkeit: Als Treibstoff dient Antimaterie, die mit Materie reagiert und Unmengen an Energie erzeugt. Die Antimaterie wurde auch in der realen Welt “als natürliche Nachfolgerin von Kernreaktoren und Energiequelle der Zukunft betrachtet”. Doch nicht nur “Energie!” sondern auch das geflügelte Wort “Beam me up, Scotty!” (das übrigens in dieser Form nie in der Serie vorkam) hat längst Kultstatus: der Teleporter war eine weitere futuristische Idee der 60er Jahre, die in Star Trek ihre Umsetzung fand. Wissenschaftlich hielt man es damals für möglich, tatsächlich in nicht allzu ferner Zukunft Materie “funken” zu können. Zukunftsweisend war auch der “Kommunikator”, ein handliches Gerät zum Übermitteln von Sprachnachrichten – kurz, eine 60er-Version des Handys.

Die starke Wechselwirkung zwischen Realität und Fiktion in Star Trek ist nicht nur in der Serie erkennbar: Inspiriert vom Namen des Raumschiffes in “Star Trek – The Original Series” wurde ein Space Shuttle der NASA im Jahr 1976 “Enterprise” getauft. Grund dazu war eine Briefkampagne von etwa 400.000 Fans der Serie. Dieses Shuttle wurde jedoch nie für einen Flug in den Weltraum, sondern nur für Testflüge genutzt. Auch das private Raumfahrtsunternehmen “Virgin Galatic” gab ihrem ersten kommerziell nutzbarem Suborbitalraumschiff im Dezember 2009 den Namen “VSS Enterprise” (“Virgin Spaceship Enterprise”). Das Unternehmen bot William Shatner, dem Darsteller von Captain Kirk, sogar ein Gratisticket für ihren ersten kommerziellen Suborbitalflug an- dieser lehnte jedoch ab: “Who the heck wants to go out into space?!” – Vielleicht hätte er in den 1960er Jahren eine andere Antwort gegeben…

vote für deinen lieblingssuchbegriff!

•2011/02/14 • Hinterlasse einen Kommentar

oder: warum man in seinem blog nur steriles schreiben sollte.

ich frag mich ja doch manchmal, wer alles meinen blog liest, woher die leute kommen und wie sie in den weiten des internets genau diesen blog finden. und da wordpress wirklich tolle statistiken führt, kann man das auch gut nachvollziehen. aber ich sag euch: manche sachen will man eigentlich gar nicht wissen. wenn ihr die top ten (gewertet in abartigkeit) der suchbegriffe durchlest, die auf meinen blog führen, werdet ihr verstehen, was ich meine…

aber eine bitte: da ich ja eigentlich schon ein großer fan von demokratie bin, finde ich, ihr solltet entscheiden, welcher der weirdeste begriff in meiner liste ist! also brav voten und mitbestimmen, welcher suchbegriff gewinnt!

kussstudie. anfängerlektüre.

•2011/02/09 • Hinterlasse einen Kommentar

vorsichtig dem anderen nähern. köpfe langsam, zentimeter für zentimeter, auf selber höhe wie das gegenüber, zueinander bewegen, möglichst gleichbleibende geschwindigkeit einhalten. immer wieder durch (vielleicht) geschlossene augen blinzeln, ob der andere wohl auch die bewegung mitmacht. hören, wie der andere atmet und sich selbst auf einmal seiner atmung bewusst werden. den anderen erschnuppern können. erster kontakt: könnte die nase sein. einfach als ganz gewollt hinstellen. nasenspitzen ein paar millimeter nach einer beliebigen Seite bewegen, Haut spüren, pickel ignorieren, gänsehaut kriegen. (vielleicht.) und wieder zurück bewegen, kopf eventuell parallel dazu leicht nach links oder rechts neigen. nicht vergessen, trotz des nasenspiels, immer weiter dem anderen gesicht näherzukommen. erster lippenkontakt. weich? rau? nicht zurückschrecken, egal was die lippen fühlen. nasenspiel langsam auklingen lassen, atmen nicht vergessen, kopf fast unmerklich nach hinten beugen, um abstand zwischen den mündern bestmöglich NICHT durch die nase vergrößert zu wissen. meist durch verschieden große personen etwas erleichtert, da der/die kleinere generell durch ein leicht vorgerecktes kinn eine schräge gesichtshaltung einnimmt. leichte linke oder rechte schräghaltung des kopfes erspart außerdem eine nasenkollision. lippenkontakt die ganze zeit durch halten. immer etwas weiter in richtung des anderen mundes vorrücken. lippen entdecken. breit? dünn? dick? mund leicht zuspitzen. leichten druck auf die fremden lippen ausüben. (falls druck nicht erwidert werden sollte: rückzug.) falls druck erwidert wird, aufeinanderstoßende lippenfläche vergrößern durch weiteren druckaufbau und weiteres zusammenrücken der unteren gesichtspartien. kiefer lockern. unterlippe leicht von oberlippe lösen, darauf achten, dass durch etwaiges luftentweichen aus dem mundinnenraum der kussprozess keinen plötzlichen abbruch wegen ungewohnter, jedoch nicht unangenehmer geruchskullisse verursacht. schräghaltung des kopfes nicht zu steif werden lassen. flexible und lockere position beibehalten, hals ruhig, aber nicht starr halten, kopf je nach bewegung des anderen leicht vor oder zurück zu bewegen. lippendruck variieren, mal etwas weniger, mal etwas mehr, druchvergrößerung und -verringerung in harmonie mit der kopfbewegung ausführen. kiefer etwas weiter öffnen, zunge im vorderen teil des mundinnenraumes positionieren. zunge berührt eigene untere vordere schneidezähne, überschreitet mit der spitze die kante. eigene ober- und unterlippe müssen nicht aufeinanderliegen, umgebungsluft darf in den mundinnenraum einströmen. reaktion des anderen abwarten. kiefer weiter langsam öffnen. zunge berührt wahlweise eigene innere unterlippe, die unverändert noch die unterlippe des anderen berührt. wenn kein widerstand des anderen bemerkbar, leichtes vorwagen der zungenspitze millimeterweit über den rand des eigenen mundes. auf mögliche sanfte kollision mit fremder zunge vorbereiten. etwas weiter vorrücken, derweil nicht auf (zumindest leichten) lippenkontakt vergessen. mund nicht aufreißen, darauf achten,  dass zunge gut durch abstand zwischen oberer und unterer schneidezahnreihe passt, aber zu viel freiraum nicht das gegenüber verschreckt. zunge weiter aus eigenem mundraum herausbewegen. wenn zungenspitze mit fremder zungenspitze kontakt gewinnt, nicht in eigenen mundraum zurückziehen. auch nicht unnötig weit in fremden mundraum vorstoßen. leichte auf- und abbewegungen initiieren. mehr als nur zungenspitze involvieren. wechselbewegung zwischen fremd- und eigenzunge finden. leichtes kreisen, auf- und abbewegungen, spielerisches vorstoßen, keckes zurückziehen, und weiteres sind erwünscht. auf rhytmus des anderen eingehen. möglicherweise heftiger werdende bewegungen initiieren oder erwidern, wenn beiderseits als angenehm empfunden. kontakt zwischen mündern enger werden lassen; untere gesichtspartie weiter flexibel in vor- und rückbewegungen bleiben lassen. auch leichtes öffnen und schließen des mundes ist möglich, solange dies nicht in seinen extremen geschieht. zungenbewegung intensivieren beziehungsweise beibehalten. küssen.

herzlicht. drei blogger – ein guter zweck.

•2010/12/26 • 1 Kommentar

22. dezember, zwei tage vor weihnachten. angemalte gesichter, bunte verkleidungen, kamera, licht, mikrofon. was ist denn hier los?, fragt sich so mancher vorbeigehender. faschingsdienstag ist doch erst im märz? vollkommen richtig – das hier hat auch nicht im geringsten etwas mit fasching zu tun.

hier wird gedreht für die kinderkrebsstation des lkh graz. und nicht nur gedreht – auch gesungen, gesprüchelt, gebloggt. mathias pascottini, heinz wittenbrink und meine wenigkeit werden zu heiligen drei königen – und wollen herzlicht verbreiten.

liebe leute, lasst uns ein

wir wollen hoffnungsboten sein!

wir kommen heuer wie jedes jahr

nur sind wir diesmal online gar -

drei weise aus dem bloggerland

haben sich den weg zu dir gebahnt.

nun lausche unseren worten ein wenig

in jedem von uns steckt ein heiliger könig.

die idee zum projekt entstand eines schönen abends aus gehirnstürmfetzen von herrn pascottini und mir. wenn es draußen weihnachtet, weihnachtet es bekanntlich auch in den herzen. doch nicht für jeden – kinder, denen krebs disgnostiziert wurde, können weihnachten nicht so feiern, wie sie es vielleicht jahr für jahr gewohnt waren. aus diesem grund dachten wir, wenn wir irgendwie helfen können, dann wollen wir das tun. und was passt besser zu weihnachten als eine eigenes sternsinger-projekt? die heiligen drei könige brachten wertvolle gaben zum kind, dass in der ärmlichen krippe lag. wir bringen durch unsere spendenaktion ein klein wenig hoffnung zu den kindern, die auf der kinderkrebsstation ausharren müssen.

einer familie ist es verwehrt,

weihnachten zu feiern, wie sie’s begehrt.

die krankheit des kindes ist der grund -

krebs macht das mädchen ungesund.

es hilft und heilt die kinderkrebsstation

gibt hoffnung in krankheit und frustration.

lasst uns gemeinsam den kindern dort helfen;

werden wir für sie ihre weihnachtselfen!

zum ende hin drohte das projekt beinahe noch einmal zu kippen – die bittersuesssen filmschnittfähigkeiten waren zwar ganz akzeptabel, aber das exportieren wollte nicht so ganz klappen. da saß also eine mittlerweile augenberingte und verzweifelte christina mitten in der nacht vor einem fh-pc und bekam es nicht hin, das video richtig abzuspeichern. toll. großes kino. für leute, die auf katastrophenfilme stehen. nach einer etwa zweistündigen telefonkonferenz mit meinem freund manu (danke!!!) gelang es zwar nun endlich, das verdammte filmchen aus dem schnittprogramm rauszubekommen, aber – na toll – nicht im richtigen format. mittlerweile: eins in der nacht. aber schlussendlich, dank der hilfe unseres technikmeisters christoph und einer skypekonferenz von etwa einer stunde, kann man nun doch seit dem 24. dezember das video auf youtube und etlichen anderen hompages bestaunen. ein unfassbar großes danke also an alle, die technisch mitgeholfen haben – dazu zählen auch johanna, die gefilmt hat (ohne stativ, btw) und boris, der uns die technik beschaffte! ihr habt das alles erst ermöglicht.

aber danke auch an euch, die ihr spendet/gespendet habt/noch spenden werdet – denn:

die freude, die wir wollen bringen

die kann nur durch euch gelingen!

für kinder, die krebs haben, stehen wir hier

um eure spende bitten wir.

wenn mit dem gedanken du dich plagst,

wieso zu spenden, und du dich fragst:

was hat deine spende gebracht?

- ein kind mehr hat heut gelacht!

 

zwei hände.

•2010/11/10 • Hinterlasse einen Kommentar

zwei hände liegen nebeneinander auf der autobank. weiche samtoberfläche, rötlich. gepolsterte sitzfläche. eine helle hand, faltenlos, hübsch anzusehen, zart und mädchenhaft. eine honigfarbene hand daneben, einen deut größer als die andere, einen deut männlicher, einen deut älter. die seitlichen fingerkuppen der kleinen finger beider hände – berühren einander. ganz leicht, ganz sanft, vielleicht nur einige quadratmilimeter haut, die aneinander stoßen. unabsichtlich. unabsichtlich? wie ein elektrischer schlag – ein kribbeln, ein rumoren im inneren. ein blick – nicht in die augen. ein blick auf die hände. was passiert da? steht in seinen augen. ein zerbrechlicher moment; nur eine falsche bewegung, ein falscher atemzug – tausend splitter und er ist verloren für immer, der moment. aber da ist kein falscher atemzug, da ist kein falsches zurückziehen. der honigfarbene finger bewegt sich nach oben. bruchteile eines zentimeters bloß. an der hellen hand. man fühlt es beim zusehen. er bewegt sich nach oben, er erobert die andere hand, er streicht mit luftleichten bewegungen darüber. die helle hand bleibt, wo sie ist. scheinbar ruhig, gelassen. sie bleibt liegen und wartet; wartet darauf, was geschieht. verharrt in spannung, in euphorie, in aufregung? verharrt. und lässt sich in besitz nehmen – die dunklere umfasst schließlich die helle, kleine.

ein händehalten.

ein ineinanderkreuzen.

ein verlieben.

 

ich hab mich auch verliebt – in “l’amant”. “der liebhaber” ist wirklich ein großartiger film mit großartigen darstellern und großartigen szenen. résumé? ansehen. mindestens zweimal.

abracadabrasimSALEMbim. hexhex!

•2010/09/29 • 3 Kommentare

gänsehaut. grusel. genialität. wer das erleben will, sollte sich unbedingt HEXENJAGD im Schauspielhaus Graz ansehen. ein grandioses stück, grandios interpretiert, mit grandiosen darstellern. bis dato war ich davon überzeugt, ein kinofilm könnte meist stimmung und handlung besser und vor allem glaubwürdiger inszenieren als theater, da es ja viel mehr versuche für eine szene gibt, da ein film von effekten unterstützt werden kann, da viel imposanteres möglich ist als auf der bühne. aber ich habe mich offensichtlich getäuscht: HEXENJAGD von Arthur Miller in der inszenierung von Anna Badora ist grenzgenial.

man betritt den zuschauerraum und ist sofort mitten im geschehen: ein steg reicht in die sitzreihen, auf der bühne hocken gestalten, es ist dunkel, düster dort vorne. und dann startet die phantastische reise auch schon…

Quelle: http://www.schauspielhaus-graz.com/upload/images/13820_600_400.jpg; Foto: Peter Manninger

ein stück, dass mit nackt tanzenden mädchen beginnt, kann auch nur gut werden, nicht? man nimmt sich kein blatt vor die scham und stellt dar, was genau so und nicht anders dargestellt werden sollte. als obszön und reißerisch darf dieser start in die geschichte jedoch nicht bezeichnet werden: viel eher wirkt die atmosphäre verrückt und verzweifelt.

die verzweiflung windet sich wie ein roter, klebriger faden durch das stück. man kann ihr nicht entkommen – weder als  eine der handelnden personen, noch als zuschauer. unterstützt wird diese bedrückende stimmung von der bühnengestaltung: auf engstem raum zusammengepfercht sitzen beinahe durchgehend alle darsteller auf der bühne. verhörstimmung breitet sich aus, man wird auch als zuschauer mitgenommen in den saal, in dem die verhandlungen stattfinden. niemand kann entkommen. weder der rach- und machtsüchtigen Abigail, noch dem selbstsüchtigem richter, der hoch über allen zu thronen scheint.

apropos Abigail – im Falter stand zu lesen, dass Pia Luise Händler eine fantastische Ms. Williams geben soll. ganz glaubt man dem journalistenvolke ja nie, also ging ich mit skepsis in die vorstellung – und schämte mich nachher beinahe, je in betracht gezogen zu haben, dass die mimin doch nicht so großartig sein könnte wie in der zeitschrift beschrieben. Pia Luise Händler ist genial in ihrer rolle – die kälte in ihrem blick durchdringt alles. der atem stockt einem fast, wenn sie auf den richter zugeht – niemand hält sie auf; neben ihr ist der richter, eigentlich imposant und selbstverherrlichend, nur ein kleiner wurm. Abigail kennenlernen? danke, die lust ist mir vergangen. der bittere geschmack von egoismus und intrige wird auch nach dem zähneputzen noch da sein.

am ende des stückes muss man sich fast überwinden zu klatschen. die beklemmung sitzt noch immer in allen gliedern, und der schock, zu wissen, dass das alles wirklich in ähnlicher weise passiert ist, ist noch nicht vollständig verdaut. dass das stück geschrieben wurde, um auf noch eine andere krise aufmerksam zu machen, an das will man gar nicht denken. von krisen hat man für den augenblick genug. applaus.

wer nicht wagt…

•2010/09/20 • Hinterlasse einen Kommentar

gestern hab ich gemeint, der stillstand sei vorbei. ich habe untertrieben: es geht mit voller kraft voraus.

das schicksal meint es momentan gut mit mir: heute dachte ich mir, so, jetzt hab ich beinah eine wohnung, also brauch ich auch einen job, mit dem ich das ganze während der fh finanzieren kann. ich war so voller elan, dass ich mir gleich in der früh dachte, ich frag mal nach bei den jausenstandln am jakominiplatz. bei zweien durfte ich meine telefonnummer hinterlegen – sah mal nicht all zu hoffnungsreich aus. aber dann: am nachmittag kam ein anruf, ja, man bräuchte tatsächlich jemanden für den frühdienst, man könnte sich ja einmal treffen und näheres zur arbeit und zu meiner person besprechen. yay! klingt das nach was oder klingt das nach was? in meinen ohren ist das musik; der süße gesang einer holden fortuna!

nicht genug für diesen tag: ich arbeite am donnerstag auf einer humantechnologischen tagung – ein live-newsletter soll erstellt werden, und einige meiner studienkollegInnen und ich haben uns gemeldet, um an diesem projekt teilzunehmen. ich schreibe also gestern eine mail an den herren, der mir auskunft geben kann über seine präsentation, die ich in meinem artikel behandeln darf. mit der bitte, er möge mir material zusenden, bzw. auch eine kurze erläuterung zu seinem vortrag. heute morgen kommt eine retourmail: ich solle ihm doch bitte meine handynummer schicken, er würde mich gerne anrufen, zurzeit ist er nämlich auf einigen meetings in london, aber um 16 uhr herum hätte er zeit, weil er da gerade am flughafen wartet. ich bemerke die mail erst nach 16 uhr – alles verloren? nein! als ich meine mail mit der nummer abschicke, bekomme ich zwei minuten später einen anruf! der herr dr. erweist sich als äußerst umgänglicher, ausgesprochen freundlicher herr, der auch einem laien wie mir hervorragend erklären kann, um was es ihm geht. nach dem gespräch verfasse ich die rohversion des textes, bin also beinah fertig mit dem artikel, freue mich morgen meine fh-kollegInnen beim meeting wiederzusehen und bin erleichtert, dass sich alles so gut ergeben hat.

wer nicht wagt, der nicht gewinnt. kitschig, aber wahr.

mein leben scheint endlich wieder in eine bahn geleitet worden zu sein. ich bin so glücklich momentan, ich kann es selbst kaum glauben. macht mich die freude auf einen neuen lebensabschnitt so elangeladen? ist es die wiedersehensfreude mit meinen fh-kollegInnen? ist es das gefühl, endlich ein ziel anzustreben? ist es die tatsache, dass vergessene träume wiedergefunden werden können? oder das gefühl, das man sich fallen lassen kann, wenn etwas passieren sollte, weil alle da sind: freund, familie, freunde? dass man nicht vergessen ist? ich weiß es nicht, aber eines weiß ich: momentan bin ich eine der glücklichsten personen, die ich kenne.

bittersuessse gruessse

 
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